Ohne Chip kein Weg zurück!

Eine Forderung des Brandbrief Bündnis Schattenhunde ist eine Kennzeichnungs- und Registrierpflicht für Hunde und Katzen

Schon lange fordern Tierschützer von der Politik eine Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hunde und Katzen, damit endlich lebenslang die Herkunft und der Besitz eines Tieres nachvollzogen werden kann.

  • Fundtiere könnten schneller einem Besitzern zugeordnet werden.
  • Kommunen und Tierheime, die Fundtiere aufnehmen und versorgen, würden so dauerhaft finanziell und personell entlastet.
  • Der illegale Tierhandel könnte erheblich eingedämmt werden, da die zuständigen Behörden die Herkunft der Tiere nachvollziehen und skrupellose Händler leichter identifizieren könnten.
  • Verwahrlosung und Misshandlung könnten geahndet werden.
  • Im Gegensatz zu fast allen anderen EU-Mitgliedstaaten gibt es in Deutschland noch immer keine einheitliche Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht.

🐾Unsere Forderung:

Jeder Hund und jede Katze sind mit einem Mikrochip zu versehen und in einer Datenbank zu registrieren.
Diese Forderung steht zwar im Koalitionsvertrag der Bundesregierung und war für Ende 2021 angekündigt, das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat dies jedoch bislang noch nicht umgesetzt.

Es wird Zeit zu handeln!

Was kannst Du persönlich tun?

  • Unterschreibe die Petition
  • Weise Tierhalter darauf hin, dass sie ihr Tier chippen und registrieren lassen sollten
  • Frag deinen Tierarzt ob er Tierbesitzern empfiehlt chippen und registrieren zu lassen
  • Lass dein eigenes Tier chippen und registrieren

  • Gerne teilen und verbreiten!

Ach wie süß – Ach wie krank!

LIEBE OHNE LEID🐾 – Zu viele Schnauzen für zu wenige Hände!

🐾🐕WIR FORDERN: Liebe ohne Leid! Das bestehende Qualzucht-Verbot muss ohne Kompromisse umgesetzt werden! 🐈🐁

Tiere, die durch ihre Zucht Merkmale tragen, die sie quälen oder ihnen Leid oder Schmerzen bereiten, sind per Tierschutzgesetz verboten. Das ist in Abschnitt 7 §11b festgehalten. Tiere, die Qualzuchtmerkmale – oder kurz Qualzuchten – tragen, haben kein schönes Leben. Sie werden häufiger und früher krank als andere Tiere.

Zu diesen Merkmalen einer Qualzucht gehört:

  • Ein fehlender oder stark deformierter Oberkiefer (Brachycephalie) mit allen anatomischen Problemen, die damit einher gehen: Atemnot, Hitze-Intoleranz, Zahnfehlstellung, Schluckbeschwerden, Erkrankungen des Verdauungstraktes, Gelenkserkrankungen, Wirbelsäulendeformierungen. Bspw. bei Englischen Bulldoggen, Möpsen, Cavallier King Charles Spaniel, Perserkatze, Exotic Shorthair
  • Kurzbeinigkeit (Chondrodystrophie und -plasie) mit Gelenkserkrankungen und einer teils erblich bedingt zusätzlichen Gefährdung für Bandscheibenvorfälle inklusive Lähmungen. Bspw. bei Dackeln, Corgies, Bassethounds und Munchkin-Katzen
  • Zwerg- und Riesenwuchs mit Deformierungen und Durchlöcherung des Schädels, massiven Zahnproblemen, wesentlich erhöhtem Risiko für Knochenkrebs-Erkrankungen und Magendrehungen. Bspw. Teacup-Varianten von Kleinrassen, Chihuahua, Pomeranian, Deutsche Dogge, Irischer Wolfshund, Maine Coon-Katzen – ♻️🐁 Und viele mehr!

Eher früher als später können diese Tiere ihr Leid nicht mehr verheimlichen und werden in Tierarztpraxen vorgestellt. Die Tiermedizin kann heute viel reparieren, aber das extrem aufwändig und deswegen zu recht sehr teuer. Für Tiere mit Qualzuchtmerkmalen muss die Lebensqualität teuer erkauft werden und die Betreuung ist zeitintensiv und lebenslang.
So landen diese Tiere vermehrt in Tierheimen. Krank und deswegen kaum zu vermitteln, bleiben Tierschutzvereine auf den immensen Kosten für die veterinärmedizinische Versorgung und den Tieren selbst sitzen.

WIR FORDERN: Liebe ohne Leid! Das bestehende Qualzucht-Verbot muss ohne Kompromisse umgesetzt werden!

Unser Brandbrief „Deutschlands Tierheime sind am Ende! “ an das BMEL vom 23.07.23

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BRANDBRIEF

Zu viele Schnauzen für zu wenig Hände, die Tierheime sind am Ende!

Wir haben gemahnt, appelliert, aufgefangen und jetzt brechen wir unter der Last der in Not geratenen Tiere zusammen.

Wir können die Verträge mit den Städten und Kommunen kaum noch erfüllen, die Ämter sind überlastet und wir stehen nun vor einer stetig steigenden Anzahl an Hunden, für welche es keine Tierheimplätze mehr gibt.

Die Ursachen hierfür sind unter anderem:

  • der unkontrollierte Handel mit Hunden (vor allem über das Internet) bzw. der illegale Welpenhandel,
  • der übermäßige unkontrollierte Import von Hunden aus dem Ausland und die damit einhergehende Problemverlagerung nach Deutschland
  • die fehlende Reglementierung für Zuchtverbände (Qualzucht, Sachkunde, Überprüfung etc.),
  • die mangelnde Sachkunde der Hundehalter,
  • der Fachkräftemangel in Tierheimen und tierheimähnlichen Einrichtungen,
  • die veralteten Finanzierungsmodelle für Tierheime / gänzlich fehlende finanzielle Mittel,
  • die unzureichende Ausbildung für Tierheimmitarbeiter,
  • das fehlende Prozedere zur einheitlichen Anerkennung des Hundetrainer-Berufs.

Die Hunde werden, ohne Rücksicht auf gesundheitlichen oder verhaltensnotwendigen Zuchtausschluss, aus Profit-, Mode- und Optikgründen für den übersättigten Markt produziert.

Das Resultat des unüberwachten „Konsums“ der Hunde und fehlender/ falscher Erziehung sind Hunde, welche oft jahre- oder lebenslang im Tierheim verbleiben, immer häufiger krank und/oder verhaltensauffällig sind. Die Vermittlung der Hunde stagniert aufgrund ausbleibender Nachfrage. Die Tierheimmitarbeiter arbeiten meist auf Mindestlohnbasis und/oder ehrenamtlich. Hierbei riskieren sie täglich ihre physische sowie psychische Gesundheit und werden häufig verletzt.

Die Bereitschaft der Hundehalter fachlich versierte Hilfe in Anspruch zu nehmen, ist nicht ausreichend und die Beißvorfälle häufen sich. Hundeschulen, Pensionen und andere tierheimähnliche Einrichtungen stoßen an ihre (Kapazitäts-)Grenzen.

Die Zahl der Hunde, welche jährlich im Tierheim abgegeben werden sollen, aber nicht aufgenommen werden können, bewegt sich bereits im vierstelligen Bereich – mit steigender Tendenz.

Verzweifelte Hundehalter lassen ihre Hunde durch Tierärzte töten, töten sie selbst oder versuchen, sie unter Angabe falscher Tatsachen im Tierheim abzugeben oder im Internet zu verkaufen. Hierdurch entsteht eine erhebliche Bedrohung für die neuen Halter, das Tierheimpersonal und gegebenenfalls Dritte. Optional werden die Hunde ausgesetzt und stellen hierbei eine potenzielle Gefahr für die Öffentlichkeit und sich selbst dar, wenn sie herrenlos durch unsere Städte, Dörfer und Wälder laufen.

Dieser Zustand ist nicht mehr tragbar, und deshalb fordern wir:

  • nachhaltige Konzepte, sowie Maßnahmen für die Eindämmung und Überwachung des Hundehandels,
  • eine fachlich fundiertere Ausbildung für Tierpfleger und erweiterte Qualifizierungsmöglichkeiten,
  • einen Befähigungsnachweis für Neuhundehalter,
  • die konsequente Durchsetzung des Qualzuchtverbotes, sowie ein Verbot der wahllosen, nicht reglementierten Vermehrung von Hunden,
  • die Stärkung der Städte und Kommunen, um bestehende Gesetze und Verordnungen zum Schutz der Tiere entsprechend umzusetzen,
  • konsequentere Kontrollen und Reglementierungen für den Import von Hunden aus dem Ausland,
  • eine Registrier- und Kennzeichnungspflicht von Hunden,
  • ein einheitliches Prozedere zur Anerkennung des Hundetrainer-Berufs,
  • neue Finanzierungsmodelle für Tierheime und schnelle Hilfe in Notsituationen.
Unterzeichner: