„Die derzeitige Situation mit der entsprechenden staatlichen Regelung ist wirklich gefährlich, für die Hunde aber vor allem auch für die Menschen!“

Das war ein Zitat aus unserem Post vom 16. Februar 2021. Vor über 5 Jahren !!!! Seitdem haben wir – die Tierheime – immer wieder auf die angespannte Situation hingewiesen im Umgang mit unseren Hunden. Wir nahmen kein Blatt vor den Mund, haben Schwierigkeiten, Gefährlichkeit und die Probleme daraus angesprochen. Wir sahen und sehen immer noch die Gefahr, wenn Menschen sich unüberlegt, falsch informiert oder aus purer Dummheit die falschen Hunde anschaffen.

Letztendlich haben wir 2023 einen ersten gemeinsamen Brandbrief verfasst, um Schlimmstes zu verhindern, um Gehör zu finden UND Hilfe, denn die Tierheime sind die erste Anlaufstelle, wenn es Probleme gibt. Sie haben die Probleme hautnah erlebt, hören täglich die Sorgen und die Ängste vieler Menschen und versuchen, Not zu lindern, bei Menschen wie bei den Hunden. Und sie sind seit Jahren am Limit. Die Aufnahmekapazitäten sind erschöpft. Denn diese Hunde brauchen den Platz und die fachlichen Voraussetzungen für einen artgerechten Umgang und Haltung sowie die Vorbereitung auf ein Leben außerhalb des Tierheims.

Jetzt ist ein kleines Mädchen totgebissen worden. Und die Umstände deuten darauf hin, dass genau das hätte verhindert werden können, wenn unsere dringenden Appelle gehört worden wären. Aber was passiert statt dessen? Das Tierheim wird in den Kommentaren unter den ganzen Posts zur Verantwortung gezogen. DAS TIERHEIM!!!!

Und es werden wieder Rufe laut, schafft die Hunde ab, verbietet die Rassen. Leute, damals als der kleine Volkan starb, totgebissen von 2 Hunden auf dem Schulhof, hatten wir das schon. Völlig überstürzt haben Behörden Gesetze und Verordnungen aus dem Boden gestampft, völlig unsinnig und willkürlich. Und es hatte sich natürlich nicht bewährt. Wir haben Bundesländer mit Rasselisten, wir haben Bundesländer mit Zuchtverbot. Und was ist passiert? Es wurden neue Kreationen an Hunderassen entwickelt, schlimmer und weitaus gefährlicher als alles was wir bis dahin hatten.

Auch darauf haben wir immer wieder hingewiesen. Es gab Gespräche bei Behörden, in den Ministerien und alle haben abgewunken. Die Verordnungen reichen. EBEN NICHT! Die kleine Matilda könnte noch leben.

Man kann sicher nicht alle Unfälle vermeiden, es gibt weiterhin tragische Fehleinschätzungen und es wird Menschen geben, die versuchen, geltende Regeln zu umgehen.

ABER es ist JETZT an der Zeit, vernünftige Regeln aufzustellen, Gesetze und Verordnungen zu erlassen, die wirklich Mensch und Tier schützen! Und es braucht Behörden, die bereit sind, Fachleute, Betroffene anzuhören! Behörden, die den Mut haben neue bessere Gesetze zu erlassen und diese auch zu kontrollieren!

RIP kleine Mathilda

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